Masleniza. Blini, Sonne und das Ende des Winters
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Masleniza (auch Maslenitsa) ist ein fröhlicher Abschied vom Winter und der Übergang in den Frühling. Im Jahr 2026 beginnt die sogenannte «Butterwoche» am 16. Februar und endet am 22. Februar – am letzten Tag vor der orthodoxen Fastenzeit. In dieser Woche ruht die Arbeit: Es ist Zeit zu feiern, gut zu essen und sich vom Winter zu verabschieden.
Heidnische Wurzeln und kirchliche Traditionen
Die Ursprünge von Masleniza reichen bis in vorchristliche Zeiten zurück. Für die heidnischen Slawen war die Woche ein Sonnenritual, das das Ende des Winters und den Beginn einer neuen, fruchtbaren Zeit markierte. Ursprünglich diente das Fest auch der Totenerinnerung: Das Verbrennen der Strohpuppe symbolisierte die Beisetzung des Winters, und die runden, goldenen Blini galten als rituelle Speise.
Mit der Christianisierung wurde Masleniza in die orthodoxe Tradition eingebunden: Fleisch ist bereits verboten, doch Butter, Eier und Milchprodukte dürfen noch verzehrt werden. Es ist die letzte Woche vor der Fastenzeit – und damit die letzte Gelegenheit für ausgelassene Feste.

Schlüssel-Symbole: Sonne, Blini und die Strohpuppe
Das wichtigste Symbol sind die Blini – dünne Pfannkuchen, deren runde Form und goldene Farbe an die Sonne erinnern. Sie werden mit süßen oder herzhaften Füllungen serviert und stehen für Wärme, Licht und Neubeginn.
Ebenso bedeutend ist die Strohpuppe, oft «Lady Masleniza» genannt. Zu Beginn der Woche wird sie durch das Dorf getragen, am letzten Tag schließlich in einem großen Feuer verbrannt – ein eindrucksvoller Abschied vom Winter. Dieses Ritual findet heute auch im Kunstpark Nikola-Lenivets statt: Dort entstehen jedes Jahr monumentale Holzinstallationen – zuletzt sogar eine Festung mit 24 Türmen –, die am Ende der Woche als spektakuläres Kunstwerk in Flammen aufgeht.
Die sieben Tage im Überblick
Jeder Tag der Masleniza hat seine eigene Tradition:
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Tag |
Tradition |
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Montag – Begrüßungstag |
Die Dorfbewohner fertigen die Strohpuppe an, ziehen sie auf einem Schlitten durchs Dorf und backen die ersten Blini. |
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Dienstag – Spieltag |
Pferdeschlittenfahrten, Maskenumzüge und Spiele beleben die Straßen; früher hielten junge Männer an diesem Tag Ausschau nach einer künftigen Braut. |
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Mittwoch – Schlemmertag |
Familien laden zu üppigen Mahlzeiten ein; traditionell besuchen Schwiegersöhne ihre Schwiegermütter zum gemeinsamen Blini-Essen. |
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Donnerstag – Höhepunkt |
Das Fest verlagert sich ins Freie: Schlittenfahren, Eislaufen und sogar traditionelle Faustkämpfe gehören zum Programm. |
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Freitag – Schwiegermutter-Abend |
Nun sind die Schwiegermütter zu Gast bei ihren Schwiegersöhnen und bringen die Zutaten für das gemeinsame Blini-Essen mit. |
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Samstag – Schwägerinnentag |
Junge Ehefrauen empfangen ihre Schwägerinnen und weitere Verwandte. |
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Sonntag – Vergebungssonntag |
Der letzte Tag steht ganz im Zeichen der Versöhnung: Man bittet einander um Vergebung. Am Abend wird die Strohpuppe feierlich verbrannt. |
Farbenfrohes Fest – auch zu Hause ein Genuss
Ob in Moskau, in den Dörfern der Taiga oder im modernen Kunstpark Nikola-Lenivets – Masleniza ist ein Fest für alle Sinne. In vielen Städten finden Karnevalsumzüge, Eislaufveranstaltungen und Straßenfeste statt, und im Kunstpark zieht das Verbrennen monumentaler Holzskulpturen tausende Besucher an.

Um jedoch die Magie der «Butterwoche» zu spüren, muss man nicht in die Ferne reisen. Blini sind das Herz dieses Festes. Man kann sie ganz einfach selbst zubereiten oder direkt bei uns bestellen. In unserem Blog finden Sie inspirierende Ideen für Blini-Füllungen zu jedem Anlass. Oder werfen Sie einen Blick in unseren Katalog in die Kategorie Blini und holen Sie sich die Atmosphäre der slawischen «Butterwoche» nach Hause. Für echte Authentizität veredeln Sie Ihre Blini mit zartem Kaviar.
Masleniza ist mehr als nur ein Volksfest: Sie ist ein kulinarischer Gruß an die Sonne und ein leuchtender Abschied vom Winter. Genießen Sie diese farbenfrohe Tradition und entdecken Sie die Vielfalt der osteuropäischen Küche – vielleicht bei einer Tasse heißem Tee und einem Stapel goldener Blini.





